Warum weiter lesen?
ALZ-Q – Schulung von Mitarbeiter_innen kleiner lokaler Kulturerbeeinrichtungen, um sie zu sicheren Orten für Erwachsene mit kürzlich diagnostizierter Alzheimer-Krankheit zu machen, bietet Lernbegleiter_innen von Erwachsenen in kleinen örtlichen Museen und Bibliotheken die nötige Wissensbasis, um diese Besucher_innen ihrer Einrichtungen während des Aufenthaltes besser zu unterstützen.
Auf dieser Website können Sie Berichte einsehen zu Bedürfnissen von Alzheimer-Patient_innen, sowie zu Bedürfnissen und Kompetenzen von Lernbegleiter_innen, die diese gefährdete Gruppe besser in Organisationen wie Museen oder Bibliotheken einbinden sollen. Sie können auf ein modulares Schulungsprogramm mit einem Toolkit zugreifen, das auf die Bedürfnisse des lokalen Kontexts zugeschnitten werden kann und sich an diese Lernbegleiter_innen richtet. Es gibt noch mehr aus Erfahrungsberichten oder Veranstaltungen zu lernen, die wir im Auftrag des ALZ-Q-Projekts in den Niederlanden, Griechenland, Italien, Litauen, Polen, Portugal, Spanien und Österreich mit Museen und Bibliotheken organisieren, die mit neu diagnostizierten Alzheimer-Patient_innen arbeiten. mit ihren Familien und Betreuungspersonal.
Über die ALZ-Q-Ziele und die angesprochenen EU-Prioritäten
Das Projekt wird von der Europäischen Union gefördert (Projektreferenz: KA220-ADU-20D48443). Neben der Auseinandersetzung mit zwei EU-Prioritäten – Inklusion und Vielfalt in allen Bereichen der Bildung, Ausbildung, Jugend und Sport, sowie der Entwicklung und Verbreitung gemeinsamer Werte, bürgerschaftlichem Engagement und Partizipation – ist unser vorrangiges Ziel die Verbesserung der Kompetenzen von Lehrkräften und allgemein dem Personal in der Erwachsenenbildung und -beratung, was eine zentrale Priorität der EU darstellt. Wir glauben, dass kleine Museen und andere Kulturerbeeinrichtungen durch die bessere Zugänglichkeit lokaler Kultureinrichtungen, wie ein Hafen, eine wichtige Rolle bei der sicheren Integration von Menschen mit Alzheimer in die Gemeinschaft spielen können. In einer egoistischen Welt geraten Alzheimer-Patient_innen immer mehr in die Isolation. Obwohl eine Personalschulung erforderlich ist, können kleine Museen und historische Organisationen bei ihrer sicheren Integration in die Gemeinschaft behilflich sein.
Über die ALZ-Q-Partner
Unsere Partnerschaft besteht aus neun Projektpartnern, die von weiteren assoziierten Partnerorganisationen unterstützt werden. Diese neun Kernpartnerorganisationen sind:
Quiosq (Niederlande), Koordinator, www.quiosq.eu
Unsere Museen bzw. Bibliotheken-Partnerorganisationen:
• Plunges rajono savivaldybes viesoji biblioteka (Litauen), www.plunge.rvb.lt
• Ethniko Kentro Erevnas kai Diasosis Sholikou Ylikou (Griechenland), www.ekedisy.gr
• Muzeum Śląskie w Katowicach (Polen), www.muzeumslaskie.pl
Und unsere Bildungsexperten:
• EduVita APS (Italien), www.eduvita.it
• CRHACK LAB FOLIGNO 4D ODV (Italien),
https://crowddreaminganew.world/
• KIE (Portugal), www.kie.pt
• Centro de Formación del Profesorado E Innovación Educativa de Burgos (Spanien), http://cfieburgos.centros.educa.jcyl.es/sitio/index.cgi?wid_seccion=1
• BEST Institut für berufsbezogene Weiterbildung und Personaltraining GmbH (Österreich), www.best.at
ALZ-Q-Ergebnisse
Hier finden Sie sieben Berichte und das ALZ-Q-Toolkit für Lernbegleiter_innen in Museen und Bibliotheken, die sich darum bemühen, Alzheimer-diagnostizierte Besucher und Besucherinnen besser anzusprechen. Das erste Produkt wird im Frühjahr 2025 veröffentlicht.
Diese Berichte sind:
1) über die Bedürfnisse der Lernbegleiter_innen in derartigen kulturellen Einrichtungen aus der Arbeit mit Menschen, bei denen (vor Kurzem) Alzheimer diagnostiziert wurde;
2) über erforderliche Kompetenzen dieser Lernbegleiter_innen in Museen oder Bibliotheken für die Bereicherung der Besuche von Menschen mit Alzheimer;
3) eine Trainingsbeschreibung für die Aneignung der im Bericht 2 beschriebenen Kompetenzen dieser Lernbegleiter_innen
4) über die Schulungen und Trainingsaktivitäten, die für Lernbegleiter_innen im Projekt selbst durchgeführt wurden:
5) über die Anpassungen der Trainingsbeschreibung und die Zusammensetzung des ALZ_Q-Lernmaterials aus den erfolgten Kompetenzschulungen;
6) eine Sammlung aller Rückmeldungen der ersten Lernbegleiter_innen im ALZ_Q-Training;
7) über die Erfahrungen der Alzheimer-Patient_innen, die unsere ALZ_Q-Heritage-Partner nach deren ALZ_Q-Training im Laufe des Projektes besucht haben.
Und unser modulares, didaktisches Toolkit mit umfassenden Ressourcen, das Lernbegleiter_innen bei der Gestaltung eines effektiven Unterrichts unterstützt, um das Lernen in Museen und Bibliotheken durch die Verbesserung ihrer Lehrmethoden zu fördern, besser auf die vielfältigen Bedürfnisse erwachsener Besucher und Besucherinnen mit Alzheimer-Diagnose eingehen zu können.
Unsere Abschlussveranstaltungen finden am 05. Mai und 03. Juni 2025 in Wien statt. Weitere Informationen finden Sie hier in Kürze.

ALZ-Q TTT
Tools, Tipps und Tricks für den Einstieg vor Ort mit nützlichen Hintergrundinformationen und weiterführendem Lehrmaterial.
Hier erste Ergebnisse:
Finden Sie hier ein gutes Einführungsvideo zum Umgang mit Menschen mit Alzheimer (auf Englisch)
52 Wochen-Gruppensitzungspläne für die Arbeit mit älteren Erwachsenen (auf Englisch)
Inklusives Programm in einem der größten Museen der Niederlande (auf Englisch)
Bildungsprogramm für Menschen mit Alzheimer und ihre Angehörigen (auf Englisch)
Gedächtnishilfen und Hilfsmittel zur Behandlung verschiedener Gedächtnisprobleme (auf Englisch)
Drama-Methodik - Ideen und Ressourcen für Lehrkräfte (auf Englisch)
Rundgänge für Menschen mit Alzheimer in Athens größtem Park (auf Englisch)
Sobald wir weitere Vorschläge für Sie bereit haben, stellen wir sie Ihnen hier zur Verfügung.
ALZ-Q-Schulung für Lernbegleiter_innen von Kulturerbestätten zur besseren Begrüßung von Besuchern und Besucherinnen mit Alzheimer-Diagnose
Für interessierte Lernbegleiter_innen organisieren wir in unseren Partner-Museen und Bibliotheken ein ALZ_Q-Training zum besseren Empfang von Besucher_innen mit neu erhaltener Alzheimer-Diagnose. Das Training findet im Mai/ Juni 2025 in Griechenland, Litauen, bzw. Polen statt. Melden Sie sich direkt bei unseren Partnern bei Interesse an einer Teilnahme!
Die Trainingstage (2025):
22.–23. Mai in Kattowitz, Polen. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.muzeumslaskie.pl
29.-30. Mai in Athen, Griechenland. Weitere Informationen finden Sie auf: ekedisy.gr
10.–11. Juni in Plunge, Litauen. Weitere Informationen finden Sie hier.
Durchführung von Trainings für Menschen mit Alzheimer-Krankheit – Trainingsmaterialien (auf Englisch):
Erfahrungsberichte und Pressereaktionen
Lesen Sie hier, was unsere Teilnehmer_innen, Projektpartner_innen und die Presse über ALZ-Q sagen:
Manchmal kam es vor, dass die Teilnehmenden einfach nach ihren Familienangehörigen fragten oder in Erinnerungen an ihr Leben schwelgten. Zunächst waren wir uns nicht sicher, wie wir darauf reagierensollten. Aber dann haben wir uns einfach darauf eingelassen – es war wichtig, dass sie sich wohlfühlten und das Gefühl hatten, dass ihnen zugehört wurde. — Magda, Guide und Kulturvermittlerin, Museum Katowice, Polen
Mir wurde klar, dass Menschen, selbst wenn sie sich unangemessen verhalten, ihr Gedächtnis verlieren oder nicht mehr klar denken können, weiterhin Menschen mit Gefühlen und Bedürfnissen sind. Es gibt keinen Grund, sie zu drängen, mit ihnen zu streiten oder gar zu versuchen, ihnen zu beweisen, dass sie im Unrecht sind. Ich selbst versuche, vollkommen ruhig zu bleiben, aber nicht „aus Notwendigkeit“, sondern geleitet von einem klaren Verständnis dessen, was diese Krankheit ist. — Bibliotheksmitarbeiterin, Litauen
Nach dem Training hat sich unsere Sicht auf unsere Arbeit verändert. Wir sind geduldiger geworden und haben mehr Verständnis für Verhaltensweisen entwickelt, die uns früher schwer verständlich erschienen. Wir haben gelernt, starre Pläne loszulassen und uns von der Vorstellung zu lösen, dass eine Aktivität abgeschlossen oder perfektioniert werden muss. Wir lassen nun Raum für Flexibilität, für Pausen und für unerwartete Momente. Wir verstehen, dass nicht das Ergebnis, sondern die Erfahrung selbst wirklich zählt. Wir nehmen Menschen mit Alzheimer auch anders wahr. Wir sind uns bewusster, wie sie die Welt wahrnehmen, und das hilft uns, uns sanfter und einfühlsamer auf sie einzustellen. — Museumsmitarbeiter, Polen
Das Training sensibilisierte gesunde Menschen für die Funktionsweise von Menschen mit neurokognitiven Erkrankungen und damit verbunden für deren Bedürfnisse, mögliche Verhaltensweisen und den richtigen Umgang mit ihnen. Es verdeutlichte auch die tiefe Abhängigkeit zwischen Betroffenen und ihren Angehörigen. Denn genau wie Menschen mit Alzheimer haben auch Angehörige eigene Bedürfnisse. Um ihnen den Museumsbesuch so angenehm wie möglich zu gestalten, muss ein freundlicher und sicherer Ort geschaffen werden, der ihren Bedürfnissen und Erwartungen entspricht. Dank des praktischen Teils konnte jeder am Training Teilnehmende nachempfinden, wie ein Mensch mit Alzheimer die Realität wahrnimmt und wie sich jemand mit Sehbehinderungen fühlt. Diese Erfahrung war sehr hilfreich bei der Planung der Veranstaltungsorte. — Monika, Lernbegleiterin, Teilnehmerin der Pilotschulung im Museum Katowice, Polen
Schauen Sie sich die Aktivitäten an, die wir für Alzheimer Patient_innen organisiert haben. Jedes Erfahrungsbeispiel zeigt, wie sich unser Projekt nach den durchgeführten Trainings eingebracht hat (Für die Videoübersetzung aktivieren Sie bitte das Übersetzungstool auf Youtube).
In Polen:
In Griechenland:
In Litauen:
Lesen Sie hier, was unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer sagen:
Wir hatten eine schöne Zeit mit den Besucher_innen. Nach der Aktivität setzten wir unsere Unterhaltung bei Tee, Kaffee und Kuchen fort. Das Wichtigste an unserem Treffen war, dass keinerlei Druck oder Verpflichtung aufkam. Wir begannen das Treffen mit 14 Personen. Einige verließen es vorzeitig, da sie einen Termin beim Physiotherapeuten hatten, oder einfach die Gemütlichkeit ihres Zimmers bevorzugten. Elf Personen blieben bis zum Ende des Workshops dabei. — Agata Picheń-Kowalska, Lernbegleiterin im Museum Katowice – Polen
Wir haben zusammen geweint… — Filomena, Italien
(Über Alzheimer Patient_innen:) Ihre Augen leuchteten … es war, als fühlten sie sich lebendiger. — Ana, Spanien
Ich fühlte mich wieder wie ein Kind bei meiner Großmutter. — Magda, Polen
Wir begannen unsere Pilotaktivitäten mit einem Workshop zu einem Thema, das den Teilnehmenden vertraut war, da es ihre Jugend und einen Großteil ihres Erwachsenenlebens prägte. Im Mittelpunkt des Workshops standen die in der sozialistischen Ära in Polen errichteten Freizeitzentren. Wir wählten dieses Thema bewusst, da die Teilnehmenden in der Nähe des Veranstaltungsortes leben, der auch zu den beliebtesten Urlaubszielen zählt. — Magdalena Cież, Lernbegleiterin im Museum Katowice – Polen
Einer der berührendsten Momente ereignete sich am Ende des zweiten Veranstaltungstages. Nach der Teilnahme an verschiedenen Programmpunkten, darunter die Erkundung von Pflanzen mit allen Sinnen, die Interaktion mit einem Pflanzenmusikgerät und das Erleben des Raumes durch Virtual Reality, fand die Gruppe allmählich zusammen. Zum Abschluss des Workshops stimmten die Teilnehmenden spontan alte patriotische Lieder aus der Zeit der Unabhängigkeitsbewegung an. Es war ein spontaner, aber zutiefst bewegender Moment. Die Atmosphäre im Raum veränderte sich: Aus der strukturierten Aktivität wurde ein gemeinsames emotionales Erlebnis. Dieser Moment zeigte, wie die Kombination aus Sinneserfahrungen, Erzählungen und einer unterstützenden Umgebung die Teilnehmenden dazu anregen kann, Erinnerungen und Gefühle frei auszudrücken. — Filomena und Roberto, Erwachsenenbildner_innen bei EduVita – Beobachter_innen der Pilotveranstaltung in Litauen
Lesen Sie weitere Zitate in unserer Toolbox.

Wir danken allen Experten und Organisationen, die uns bei der Projektimplementierung geholfen haben! Sie finden hier einige, die der Veröffentlichung zugestimmt haben:
AFACIISCAR, CEPA OLMEDO, CENTRO DOCTOR VILLACIÁN, Casa-Memória Joana Luísa e Sebastião da Gama, REde de Bibliotecas Almada, Associação Alzheimer Portugal, Lietuvos Alzheimerio ligos asociacija, AlphaZtl - art-company, “CTK Alzheimer cafè” at the Cantieri Teatrali Koreja of Lecce, Šiaulių Povilo Višinskio viešoji biblioteka, Akmenės rajono savivaldybės viešoji biblioteka, Kretingos rajono savivaldybės M. Valančiaus viešoji biblioteka, Telšių Karolinos Praniauskaitės viešoji biblioteka, Žemaičių muziejus „Alka”, Plungės rajono savivaldybės visuomenės sveikatos biuras, Alzheimer Netherlands, Pluspunt Zandvoort, Alzheimer Zuid-Kennemerland, Alzheimer Athens, Alzheimer Hellas Dementia Hellas, Dementia Hellas, TANDEM, murad & murad gmbh, Powiatowy Dom Pomocy Społęcznej “Pogodna Jesień”, Museo Capitolare Diocesano di Foligno, EGInA-European Grants International Academy, …
Haftungsausschluss:
Gefördert durch die Europäische Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der Nationalen Agentur der Niederlande wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können hierfür haftbar gemacht werden.
Projektreferenz: 2024-1-NL01-KA220-ADU-000253660; Dauer: September 2024 – August 2026
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Stand: 18.10.2024
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